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Echte Chance auf dem 1. Arbeitsmarkt

Neue Ausbildung für junge Menschen mit Lernschwierigkeiten auch in Bonn

17.09.2015
Neben den prominenten Unterstützern Jürgen Becker, Pfarrer Franz Meurer und Dr. Manfred Lütz feiern Auszubildende und Akteure den Ausbildungsstart in Bonn. Mit dabei: Walter Bors, Geschäftsführer des Malteser Krankenhauses Seliger Gerhard Bonn/Rhein-Sieg.
Neben den prominenten Unterstützern Jürgen Becker, Pfarrer Franz Meurer und Dr. Manfred Lütz feiern Auszubildende und Akteure den Ausbildungsstart in Bonn. Mit dabei: Walter Bors, Geschäftsführer des Malteser Krankenhauses Seliger Gerhard Bonn/Rhein-Sieg.

Bis 2050 soll sich die Zahl der Pflegebedürftigen in NRW fast verdoppeln. Um dem drohenden Betreuungsmangel im Senioren-, Behinderten- und Krankenhausbereich vorzubeugen, ist auf Initiative zweier Kölner, dem Chefarzt und Psychiater am Porzer Alexianer-Krankenhaus, Dr. Manfred Lütz und Pfarrer Franz Meurer, ein bundesweit einmaliger Ausbildungsgang ins Leben gerufen worden. Er soll jungen, lernbehinderten Menschen eine echte Chance auf dem 1. Arbeitsmarkt ermöglichen. Aufgrund der großen Nachfrage in Köln hat nun auch Bonn das Erfolgsmodell übernommen. Hier starteten zum 1. September dreizehn Auszubildende in elf Einrichtungen.

In festlichem Rahmen und mit viel Humor wurde der neue Ausbildungsgang "Fachpraktiker/-in Service in sozialen Einrichtungen" am 17. September im Malteser Krankenhaus Seliger Gerhard in Bonn einem bunten Publikum präsentiert. Insbesondere durch die prominenten Initiatoren, Dr. Manfred Lütz, Pfarrer Franz Meurer und Kabarettist Jürgen Becker, wurden die Inhalte und Ziele der Ausbildung unterhaltsam vermittelt.

Der/die "Fachpraktiker/-in Service in sozialen Einrichtungen" soll nicht nur soziale Einrichtungen mit mehr Personal versorgen. Vielmehr wird die neuartige Ausbildung Förder- und Hauptschüler/-innen mit Lernschwierigkeiten darin unterstützen, den Service in Behinderten-, Alten- und Krankeneinrichtungen durch mehr Ansprache und Zuwendung aufzuwerten. Die angehenden Fachpraktiker/-innen sollen sich vor allem um das kümmern, wofür dem Fachpersonal die Zeit fehlt: mit kranken oder alten Menschen kommunizieren, sie begleiten oder Besorgungen und Botengänge erledigen. Oder, wie Pfarrer Franz Meurer es ausdrückt: "Hier geht es im Kern darum, was unsere Gesellschaft ausmacht".

Im Jahr 2014 konnte die neuartige Ausbildung erstmals in Köln erfolgreich umgesetzt werden. 13 Auszubildende starten jetzt in der Domstadt in das zweite Ausbildungsjahr, ein weiterer Ausbildungsgang mit 18 Auszubildenden beginnt im September 2015. Aufgrund der großen Nachfrage in Köln hat nun auch Bonn das Erfolgsmodell übernommen. Hier startet zum 1. September der erste Ausbildungsgang mit 13 Auszubildenden. Akteure sind neben der IHK Bonn/Rhein-Sieg die Agentur für Arbeit Bonn, der Landschaftsverband Rheinland, der Caritasverband Bonn und IN VIA Köln.
Die bundesweit anerkannte Ausbildung, dessen Prüfung von der IHK Köln bzw. IHK Bonn abgenommen wird, ist eine große Chance für junge, lernbehinderte Menschen. IN VIA-Geschäftsführerin Sibylle Klings: "Jeder hat nach einer Pflichtschulzeit ein Recht auf eine Erstausbildung. Was nützt ein Einser-Abitur, wenn es an der sozialen Kompetenz fehlt, wie sie die Einrichtungen der Kranken-, Alten und Behindertenhilfe braucht?"

Auch die Marienhausunternehmensgruppe, einer der größten christlichen Träger von sozialen Einrichtungen in Deutschland mit derzeit knapp 70 Kranken- und Seniorenhäusern, ist ein großer Befürworter der Ausbildung. "Um echte berufliche Alternativen für junge Menschen mit Behinderung zu schaffen und den Arbeitgebern das Potential dieser Jugendlichen zu eröffnen, brauchen wir stärkenorientierte Modelle wie den Fachpraktiker. Wir sind begeistert von dem Zugewinn an Service und planen, die Ausbildung auch in unseren Kranken- und Seniorenhäusern in Rheinland-Pfalz und dem Saarland anzubieten", sagt Dr. Katrin Keller von der Marienhausunternehmensgruppe.

Die Ausbildung zum/zur "Fachpraktiker/-in Service in sozialen Einrichtungen" dauert zwei Jahre und richtet sich an Haupt- und Förderschüler/-innen ab 16 Jahren mit Lernschwierigkeiten und guten sozialen Fähigkeiten. Im Rahmen der Ausbildung haben die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, ihren Hauptschulabschluss zu erlangen. Im Rahmen der dualen Ausbildung wird der praktische Teil der Ausbildung (70 Prozent) in den sozialen Einrichtungen vermittelt. Den schulischen Teil (30 Prozent) übernimmt das Erzbischöfliche Berufskolleg in Köln bzw. das Robert-Wetzlar-Berufskolleg in Bonn.

Auch im Malteser Krankenhaus Seliger Gerhard Bonn/Rhein-Sieg haben zwei Auszubildende zur "Fachpraktikerin Service in sozialen Einrichtungen" begonnen.


Die Veranstaltung in Bildern