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Operative Eingriffe bei entzündlichen Dünn- und Dickdarmerkrankungen

Frau hält sich den Bauch

Divertikulitis

Divertikulitis ist eine sehr verbreitete Erkrankung, bei der es zur Entzündung von Darmausstülpungen kommt. Diese Ausstülpungen (Divertikel) sind ab dem 50. Lebensjahr bei fast allen Menschen vorhanden; da es im Krummdarm zu einer Verlangsamung der Stuhlpassage kommt, füllen sich die Divertikel häufig mit Kot. Da der Kot immer mit Bakterien versetzt ist, entstehen so Entzündungen der Divertikel. Symptome sind dann Schmerzen im Bauchraum, vordergründig im linken Unterbauch. Untersuchungen wie Ultraschall, Computertomographie und Darmspiegelung sorgen für eine sichere Diagnose der Divertikulitis. In den meisten Fällen kann die Entzündung mit einer medikamentösen Therapie erfolgreich behandelt werden. Kommt es jedoch zu vermehrten Divertikulitis-Schüben oder führt eine besonders starke Entzündung zu einem Darmdurchbruch, muss auch diese Erkrankung operativ behandelt werden. Bei der akuten Gefahr des Darmdurchbruches muss die Erkrankung sofort operiert werden; besteht keine akute Gefahr, wird die Entzündung zunächst medikamentös behandelt und erst nach Abklingen operiert. Dieses Vorgehen vermindert die Komplikationsrate.

Um die Divertikulitis nachhaltig zu behandeln, wird der erkrankte Darmabschnitt entnommen. In den meisten Fällen können unsere erfahrenen Chirurgen diesen Eingriff laparoskopisch, also über kleine Schnitte am Bauch, durchführen. Durch diese kleinen Schnitte werden dann Instrumente und eine kleine Kamera in den Bauchraum eingeführt, so dass der Operateur ohne große Öffnung des Bauches den Eingriff vornehmen kann. Lediglich zur Bergung des betroffenen Darmabschnittes wird im Unterbauch ein Schnitt, ähnlich wie bei einer Blinddarmoperation, angelegt.

Wir treffen bereits vor und während der Operation alle Maßnahmen, um die Lebensqualität nach dem Eingriff schnellstmöglich wieder zu normalisieren. So erhalten Sie beispielsweise einen Peridualkatheter, der nach der Operation frühe schmerzfreie Mobilisation ermöglicht. Nach einer Darmoperation wegen Divertikulitis müssen Sie für circa eine Woche stationär nachbetreut werden.

Colitis ulcerosa

Bei der Colitis ulcerosa handelt es sich um eine Erkrankung, die in der Regel den gesamten Dickdarm befällt. Chronische Entzündungen rufen dabei Durchfälle und Schmerzen hervor. Nach längerer Zeit birgt diese Erkrankung zudem ein erhöhtes Risiko für die Entstehung von Darmkrebs, daher sollte bei längerem Krankheitsverlauf das betroffene Darmstück entfernt werden.

Wenn die krankhaften Veränderungen bis zum After reichen, wird bei dem Eingriff auch die Schleimhaut bis zum After entfernt, der Muskelmantel des Analkanals bleibt jedoch erhalten (Kolo-Prokto-Mukosektomie). Aus dem Dünndarmende wird dann ein Reservoir geformt (Pouch), das in Höhe des Schließmuskels an die Analhaut angenäht wird. Somit wird kein dauerhafter künstlicher Darmausgang notwendig. Nach einem solchen Eingriff müssen Sie zwar häufiger den Darm entleeren (etwa drei- bis viermal täglich), dennoch kann die Lebensqualität weitestgehend erhalten werden.

Morbus Crohn

Morbus Crohn ist eine chronsiche entzündliche Erkrankung des Darms, die in Schüben verläuft. Die häufigste betroffene Stelle ist der Übergang vom Dünn- zum Dickdarm. Krampfartige Schmerzen im rechten Unterbauch und häufige Durchfälle sind die typischen Symptome für Morbus Crohn.
In vielen Fällen entstehen im Krankheitsverlauf Fisteln oder Engstellungen des Darms auf Grund der häufigen Entzündungen. In diesen Fällen kann eine Operation notwendig werden. Diese Operationen werden von uns möglichst so durchgeführt, dass der Darm vollständig erhalten bleibt. Nach Möglichkeit werden die Fisteln und Engstellen des Darmes so behandelt, dass keine wesentlichen Darmteile zu entfernen sind. Häufig kommt es bei dieser Erkrankung auch zu Fisteln am After. Diese werden möglichst nicht-operativ behandelt; erst wenn die medikamentösen Methoden keinen Erfolg bringen, kommen operative Verfahren zum Einsatz. Dann werden in den meisten Fällen Abszesse lediglich geöffnet, um der Eiterbildung freien Abluss zu verschaffen, den Darmtrakt aber vollständig zu erhalten. Die Heilungschancen der Fisteln sind dann bei richtiger Behandlung gut.

Darmverwachsungen

Verwachsungen des Darmes sind eine häufige Ursache für Bauchschmerzen. Insbesondere wenn bereits eine Operation im Bauchraum stattgefunden hat, zum Beispiel eine Blinddarmoperation, treten diese Verwachsungen auf. In extremen Fällen können sie, wenn sie unbehandelt bleiben, zum Darmverschluss führen.

Um diese Verwachsungen zu behandelt, werden meistens im Rahmen einer laparoskopischen Operation - also einem Eingriff mit kleinsten Schnitten - die Verwachsungen durchtrennt, so dass die freie Darmpassage wiederhergestellt wird und damit die Schmerzen erfolgreich behoben sind.


Weitere Informationen zu nicht-operatven Behandlungsmethode

 Klinik für Innere Medizin

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Für weitere Fragen können Sie gern die Internetsprechstunde der Klinik für Chirurgie nutzen

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Anita Zoller
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