Navigation
Malteser Krankenhaus Seliger Gerhard Bonn/Rhein-Sieg
Servicelinks öffnenschließen
Notfall-Nummern

Notfall-Nummern

Ärztenotruf01805 044100
Giftnotruf0228 19240
Ärztlicher Bereitschaftsdienst116 117
Telefonseelsorge0800 1 11 01 11
0800 1 11 02 22
Malteser Krankenhaus Seliger Gerhard
Telefonzentrale 0228 6481-0
Notfallambulanz0228 6481-568
Krankheitsbilder-Suche

Krankheitsbilder-Sucher

Fragen und Antworten rund um die Geburt

Vor der Geburt

Wie verläuft eine normale Geburt?
Die Geburt wird in drei Abschnitte unterteilt: die Eröffnungsperiode, die Austreibungsperiode und die Nachgeburtsperiode. Als Eröffnungsperiode gilt der Zeitabschnitt vom Beginn regelmäßiger Wehentätigkeit bis zur vollständigen Eröffnung des Muttermundes. Bei einer Erstgebärenden dauert diese Phase 12 bis 14 Stunden, bei Mehrgebärenden 6 bis 8 Stunden. Allerdings gibt es große individuelle Unterschiede. Der Wehenschmerz selbst ist durchaus erträglich, besonders dann, wenn Sie die erlernte Atmung anwenden und sich in den Wehenpausen entspannen können. Die Austreibungsperiode umfasst die Zeitspanne zwischen der vollständigen Eröffnung des Muttermundes und der Geburt des Kindes. Sie dauert zwischen 20 und 60 Minuten. Jetzt können Sie aktiv an der Geburt Ihres Kindes mitarbeiten. Die Geburt endet mit der Geburt des Mutterkuchens (Plazenta).

Wann wird es Zeit, in die Klinik zu kommen?
Kommen Sie zu uns, sobald Sie das Gefühl haben, zu Hause nicht mehr sicher zu sein. Das gilt unabhängig von der Wehentätigkeit oder anderen Anzeichen für den Beginn der Geburt. Rufen Sie uns im Zweifel immer an (Telefon Kreißsaal 0228 6481-269).

Was tun bei vorzeitigen Wehen?
Kontraktionen vor dem Erreichen der 37. Schwangerschaftswoche treten bei vielen Frauen als gelegentliches Hartwerden, Ziehen im Bauch oder in den Leisten oder als Kreuzschmerzen auf. Werden diese Symptome stärker oder treten sie regelmäßig in Abständen von wenigen Minuten auf, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Es wird dann ein CTG (= Cardiotokogramm, d.h. Aufzeichnen der kindlichen Pulskurve sowie der Wehen) geschrieben und ein vaginaler Tastbefund erhoben. Oft genügen Schonung und eventuell Bettruhe, Magnesium und beruhigende Medikamente als Therapie. Manchmal sind wehenhemmende Mittel oder eine stationäre Überwachung erforderlich.

Was tun bei vorzeitigem Blasensprung?
Die Fruchtblase kann vor dem Einsetzen der Wehen platzen. Sie sollten im Zweifel die Klinik aufsuchen. Ist unklar, ob das kindliche Köpfchen bereits fest im mütterlichen Becken sitzt und damit das gefährliche Vorfallen der Nabelschnur in die Scheide verhindern kann, sollten Sie sich hinlegen und einen Krankenwagen rufen.

In der Klinik werden Mutter und Kind besonders sorgfältig auf Infektionszeichen beobachtet. Bei einem reifen Kind wird oft etwa 24 Stunden nach dem Blasensprung die Geburt eingeleitet, wenn die Wehen nicht spontan beginnen. Bei Frühgeburt vor der 37. SSW wird versucht Zeit zu gewinnen und es erfolgt die Verlegung in ein Perinatalzentrum.

Was ist zu tun, wenn der errechnete Entbindungstermin verstreicht, ohne dass Wehen auftreten?
Die Überschreitung des errechneten Geburtstermins ist zunächst kein Grund für die Einleitung der Geburt. Es empfiehlt sich aber eine engmaschige Kontrolle. Nur bei Auffälligkeiten empfehlen wir die Einleitung.

Welche Vorsorgeuntersuchungen werden gemacht?
Nach Eintritt einer Schwangerschaft gilt die erste Sorge des werdenden Elternpaares natürlich der gesunden Entwicklung ihres Kindes. Nehmen Sie das Angebot früher und regelmäßiger Vorsorgeuntersuchungen in der Praxis Ihrer Frauenärztin/Ihres Frauenarztes wahr, um Schwangerschafts- und Geburtsrisiken so niedrig wie möglich zu halten. Die vorgeschriebenen Vorsorgeuntersuchungen mit drei bis vier Ultraschalluntersuchungen in der Praxis Ihres Frauenarztes geben uns in fast allen Fällen ausreichende Bestätigung einer normalen Entwicklung der Schwangerschaft. Auf dem Ultraschall sind die Intaktheit einer Schwangerschaft, Mehrlinge, eine ungünstige Lage des Kindes sowie gröbere Fehlbildungen zu erkennen. Darüber hinaus kann das normale Wachstum des Kindes überwacht und der genaue Geburtstermin festgelegt werden. Im Mutterpass werden alle wichtigen Untersuchungsergebnisse festgehalten.

Nur in den wenigen Fällen auffälliger Ultraschallbefunde oder bei besonderen Risiken kommen weitere Untersuchungen zum Einsatz. Dazu zählen der Triple-Test (Bluttest zur Bestimmung eines möglichen Down-Syndroms) und die Untersuchung der kindlichen Chromosomen durch Amniozentese (Fruchtwasserpunktion in der 13. bis 17. SSW) oder Chorionzottenbiopsie (Entnahme von Plazentagewebe in der 8. bis 11. SSW). Die Aussagekraft aller Tests sollte mit Ihrer Ärztin bzw. Ihrem Arzt besprochen werden, da Missverständnisse über die Aussagekraft des Testes nicht selten unbegründete Ängste auslösen können.

Sind Ultraschalluntersuchungen in der Schwangerschaft schädlich für mein Kind?
Große Studien in den USA und in Europa mit vielen tausend Fällen haben keine Schädigungen des ungeborenen Kindes nachweisen können. Lediglich Farbdoppleruntersuchungen weisen eine höhere Energiedichte auf und sollten daher im ersten Drittel der Schwangerschaft nur bei besonderer Fragestellung zur Anwendung kommen. Dieses Verfahren erlaubt, aus dem Verlauf der Blutströmungen auf Entwicklung und Funktionsfähigkeit des kindlichen Herzens und der Plazenta zu schließen.

Was bedeutet ganzheitliche Geburtsvorbereitung?
Noch vor 50 Jahren war der Begriff Geburtsvorbereitung ein Fremdwort. Mit der Rückkehr zu einer natürlichen Geburt wächst auch der Wunsch nach einer ganzheitlichen Geburtsvorbereitung. Unser Ziel ist es, Ihnen durch Information eine freie und faire Wahl zu ermöglichen, welche Art von Geburt und Geburtshilfe Sie wollen und Ihnen entspricht. In den Geburtsvorbereitungskursen vermitteln unsere Hebammen werdenden Eltern durch gezielte Atem- und Entspannungsübungen ein besseres Körper- und Selbstbewusstsein. Darüber hinaus erfahren Sie alles Wissenswerte über den Geburtsablauf, erleichternde Hilfestellungen und Gebärpositionen. Auf Wunsch werden auch persönliche Fragen und Probleme besprochen.

Die Geburt

Welche Methoden werden zur Geburtserleichterung und Schmerzlinderung angewandt?
Seelisch und körperlich gut vorbereitete Frauen werden im Allgemeinen die Geburt leichter erleben, denn Angst und Anspannung tragen erheblich zum Schmerzempfinden bei. Ein uraltes Mittel ist das Entspannungsbad. Nicht selten ist trotz nachlassenden Wehenschmerzes ein rascher Geburtsfortschritt zu beobachten. Das wird auch bei der Wassergeburt angestrebt. In vielen Fällen stellen auch Akupunktur und Homöopathie wirksame und nebenwirkungsarme Schmerzerleichterung dar. Wird eine medikamentöse Schmerzerleichterung erforderlich, reichen häufig spannungslösende Zäpfchen aus. Die wirksamste Methode der Schmerzausschaltung unter der Geburt ist die Periduralanästhesie (PDA). Sie betäubt die schmerzleitenden Nerven des Unterleibs. Die PDA kann so lange und in der Stärke fortgeführt werden, wie sie für Sie nötig ist. Während des „Schmerzvortrages“ im Rahmen unserer Geburtsvorbereitung informieren wir Sie ausführlich über den Umgang mit Schmerzen bei der Geburt. Die Termine erfahren Sie direkt beim Kreißsaalteam unter 0228 6481-269.
Selbst ein Kaiserschnitt kann meist unter PDA oder der ähnlichen Spinalanästhesie durchgeführt werden, so dass Sie die Geburt wach, aber schmerzfrei miterleben können. Mögliche Risiken oder Nebenwirkungen wird der Narkosearzt in jedem Fall individuell mit Ihnen besprechen.

Kann der Vater bei der Geburt dabei sein?
Die Mitarbeit des Vaters während der Geburt halten wir für eine wesentliche Unterstützung der Frau. Ihr Partner kann Ihnen während der Geburt hilfreich zur Seite stehen, Sie an die richtige Atmung erinnern, Ihnen etwas zu trinken geben, Ihnen den Rücken halten oder massieren und Ihnen somit die Geburt erleichtern. Gerne zeigen wir ihm auch gleich den Umgang mit dem Neugeborenen. Wenn der Kaiserschnitt unter örtlicher Schmerzausschaltung durchgeführt wird, kann der Partner auch bei der Operation anwesend sein. Vor allem bei der Periduralanästhesie können die werdenden Eltern auch dann noch die Geburt gemeinsam erleben. Im Falle einer Vollnarkose darf der Vater stattdessen bei der Versorgung des Neugeborenen dabei sein.

Ist immer eine Ärztin/ein Arzt im Kreißsaal?
Ja. Unsere Ärzte sind im Tag- und Nachtdienst speziell für die Geburtshilfe eingeteilt und fast immer direkt im Kreißsaal oder auf der geburtshilflichen Station zu finden. Ein Oberarzt ist Tag und Nacht zu erreichen. Bei unauffälliger Geburt führen Hebammen und Frauenärzte die Erstversorgung des Neugeborenen durch.

Kann ich bei Ihnen mein Kind auch ambulant zur Welt bringen?
Die ambulante Entbindung ist eine gute Alternative zur Hausgeburt mit der medizinischen Sicherheit einer Klinikentbindung. Auf Wunsch entlassen wir Mutter und Kind ohne erhöhte Risiken vier bis sechs Stunden nach der Geburt direkt aus dem Kreißsaal nach Hause. In dieser Zeit besteht ausreichend Möglichkeit, Mutter und Kind zu beobachten. Bitte vereinbaren Sie zu Hause sofort einen Termin bei Ihrer Hebamme und beim Kinderarzt. Eventuelle Schwierigkeiten mit einer Dammnaht, Stillprobleme oder erste Anlaufschwierigkeiten mit dem Neugeborenen, die auf unserer Wochenstation unter Mithilfe unserer Kinderkrankenschwestern und Hebammen leichter aufgefangen werden können, können auch zu Hause mit der richtigen Unterstützung bewältigt werden. Gerade wenn Sie eine ambulante Geburt wünschen, sollten Sie vertraute Personen bitten, Sie zu Hause zu unterstützen.

Kann ich auch meine eigene Hebamme mitbringen?
Wir arbeiten eng mit mehreren Beleghebammenteams zusammen. Hier ist über die enge und langjährige Zusammenarbeit Ihre optimale Betreuung durch Beleghebamme und Klinikarzt gewährleistet. Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an den Kreißsaal unter 0228 6481-269.

Hebammenpraxis Lichtblick
www.hebammenpraxis-bonn.de
Telefon 0228 242 73 19

Hebammenpraxis Sonnenseite
www.hebammen-beuel.de
Telefon 0228 50 21 29 90

Welche naturheilkundlichen Methoden können mir rund um die Geburt helfen?
• Akupunktur gegen Schwangerschaftsbeschwerden, zur Geburtsvorbereitung, gegen Geburtsschmerz
• Kräutertees zur Wehenförderung, Entspannung, gegen Übelkeit
• Aromatherapie: Entspannungsbad mit Aromaölen, wohltuende Ölkompressen, Dufttupfer
• Homöopathie

Muss die Geburt immer liegend erfolgen?
Nein, außer wenn triftige Gründe gegen eine andere Position sprechen. Viele Untersuchungen bestätigen den günstigen Einfluss von Bewegungsfreiheit und einer aufrechten Gebärhaltung auf den Geburtsverlauf. Daher bieten wir die Entbindung auf Gebärhocker, im Entbindungsbett oder z.B in Knie-Ellbogen-Lage an. Die Vorteile einer vertikalen Geburtsposition sind:

• eine bessere Wirkung der Schwerkraft
• mehr Beweglichkeit des Beckens und der Lendenwirbelsäule
• eine bessere Funktion des Beckenbodens
• eine bessere Sensomotorik (Einklang von Empfindung und Bewegung)
• die Erweiterung des Geburtskanales und erhöhte Wirkkraft der Wehen
• mehr Eigenaktivität
• eine bessere Kraft der Bauchpresse
• eine bessere Atmung
• geringeres Unbehagen und Schmerzempfinden

Welche Vorzüge bietet eine Wassergeburt?
Die Wassergeburt ist eine immer häufiger gewünschte Form der natürlichen Geburt. Seit Jahren steht im Kreißsaal des Malteser Krankenhauses eine spezielle Geburtswanne zur Verfügung. Schon seit langem wird die entspannende und krampflösende Wirkung von Vollbädern in der Eröffnungsphase ausgenutzt. In der Spezialwanne ist es möglich, verschiedene Körperhaltungen einzunehmen (sitzend, kniend, halb liegend, liegend). Im Wasser werden Gewebe und Muskulatur elastischer, der Druck auf die Beckenknochen wird vermindert. Dies erleichtert den Durchtritt des Kindes durch den Geburtskanal. Dadurch können Schmerzen in den verschiedenen Geburtsphasen vermindert werden. Die Angst, dass das Neugeborene sich durch erste Atemzüge im Wasser verschluckt, ist unbegründet. Seine Lunge ist flüssigkeitsgefüllt, Atembewegungen im Wasser lassen die Lunge nicht entfalten. Erst nach dem Abnabeln wird die kindliche Atmung lebensnotwendig.

Wird bei jeder vaginalen Geburt ein Dammschnitt durchgeführt?
Nein, nur wenn medizinische Gründe dazu zwingen. Sonst werden wir auf den Dammschnitt verzichten. Kleinere Risse können ohne weiteres in Kauf genommen und meist sehr gut versorgt werden.

Führt eine Steißlage (Beckenendlage) auf jeden Fall zum Kaiserschnitt?
Hat sich Ihr Baby bis etwa zur 36. Schwangerschaftswoche nicht in die normale Geburtsposition gedreht, muss man davon ausgehen, dass die Geburt aus der Beckenendlage erfolgen wird. Vor der Geburt werden gründliche Ultraschalluntersuchungen zur Abschätzung der kindlichen Maße durchgeführt. Sofern diese Maße eine komplikationslose Entbindung erwarten lassen und keine weiteren Risiken vorliegen, ist eine Entbindung auf normalem Wege möglich. Im Einzelfall werden aber auch wir den Kaiserschnitt empfehlen. Die Entscheidung, wie Sie Ihr Kind zur Welt bringen möchten, sollte nach eingehender Untersuchung und Beratung durch unsere Ärzte von Ihnen selbst getroffen werden. Sollten Sie sich für eine Kaiserschnittentbindung entscheiden, so wird diese etwa eine Woche vor dem errechneten Geburtstermin angesetzt.

Nach der Geburt

Wie lange findet die Nachbetreuung im Kreißsaal/auf der Wochenstation statt?
Nach der Geburt bleiben Sie etwa zwei Stunden im Kreißsaal. Die Entlassung nach Hause empfehlen wir bei der Spontangeburt etwa am fünften Tag, nach einem Kaiserschnitt um den siebten Tag nach der Geburt. Sie bestimmen den Zeitpunkt Ihrer Heimkehr nach ihren individuellen Wünschen und Lebensumständen. Während Ihres Aufenthaltes ist auf unserer Familienstation für Mutter und Kind bestens gesorgt.Darüber hinaus bieten wir Ihnen:

  • regelmäßige Wochenbettvisiten
  • angeleitete Wochenbettgymnastik
  • ein reichhaltiges Frühstücks- und Abendbrotbuffet
  • ein Stillzimmer

Selbstverständlich können Sie Ihr Kind bei uns auch ambulant zur Welt bringen. Sprechen Sie uns an, wir beraten Sie gerne.

Welche Medikamente erhält das Neugeborene nach der Geburt? Das Blutgerinnungssystem des Neugeborenen ist noch nicht voll ausgereift. Deshalb erhalten die Kinder unmittelbar nach der Geburt zwei Tropfen (1 bis 2 mg) Vitamin K in den Mund geträufelt. Die Vitamin-K-Gabe wird bei den U2- und U3-Kontrolluntersuchungen beim Kinderarzt wiederholt. Ab der zweiten Lebenswoche wird die Gabe von Fluor (Zahnaufbau, Schutz vor Karies) und Vitamin D (Knochenaufbau, Schutz vor Rachitis) als Kombinationstablette empfohlen. Wir werden Sie über alle Möglichkeiten informieren und vor jeder Handlung Ihr Einverständnis einholen.

Wann darf das Kind zum ersten Mal an die Brust angelegt werden?
Das Neugeborene möchte oft schon in den ersten 10 bis 20 Minuten saugen und sollte, wenn die Mutter stillen möchte, dann an die Brust gelegt werden.

Wie ernähre ich mein Kind am besten?
Auch heute gilt ausschließliches Stillen als beste Ernährung für Säuglinge bis zum Alter von ungefähr einem halben Jahr. Muttermilch ist die natürlichste Ernährung, die Sie Ihrem Baby bieten können, jederzeit dem Bedarf an Nährstoffen angepasst und leicht verdaulich. Sie enthält wichtige Abwehrstoffe gegen Infektionen. Deshalb sind Stillkinder wesentlich seltener krank. Für Kinder mit hohem Allergierisiko (beide Eltern leiden an Heuschnupfen, Neurodermitis, Asthma bronchiale etc.) ist volles Stillen bis zum Alter von sechs Monaten die beste Vorbeugung. Das Stillen bindet die Mutter nicht ans Haus, ist jederzeit verfügbar und verursacht keine Kosten. Und durch den engen Körperkontakt wird eine innige Mutter-Kind-Beziehung gefördert.

Fast alle Probleme, die beim Stillen - vor allem in den ersten Tagen - auftreten, können behoben werden. Hierbei helfen die Schwestern der Neugeborenenabteilung mit Rat und Tat. Wir möchten alle Mütter ermutigen, ihr Neugeborenes zu stillen. Soll oder kann nicht gestillt werden, ist die Verwendung von adaptierter (oder teiladaptierter) Milch für den jungen Säugling zu empfehlen. Wird eine Milch nicht vertragen, kann nach Rücksprache mit den Fachleuten eine andere Milch zum Einsatz kommen.

Ausführliche Informationen zum Stillen erhalten Sie beim Stillvortrag im Rahmen der Geburtsvorbereitung sowie im Stillcafé.

Welchen Anspruch habe ich auf Hilfen nach der Entlassung?
In den ersten acht Wochen nach der Geburt (bei Bedarf auch länger) übernehmen die Krankenkassen bis zu zehn Hausbesuche durch eine Hebamme. Sie sollten sich bereits vor der Entbindung mit einer Hebamme in Verbindung setzen (Adressen bei Ihrem Arzt oder bei uns im Kreißsaal, Tel. ?). Sofern gesundheitliche Probleme der Mutter die Haushaltsführung unmöglich machen oder wenn Mehrlinge geboren wurden und der Vater nicht vom Arbeitsplatz abkömmlich ist, kann bei der Krankenkasse ein Antrag auf Finanzierung einer Haushaltshilfe gestellt werden. Bei Verwandten wird nur der Arbeitsausfall und nicht die Tätigkeit als Haushaltshilfe bezahlt.

Wo kann ich auch nach der Geburt Rat und Hilfe erhalten und etwas für mich tun?
Für die aufregenden Lebensabschnitte Schwangerschaft, Geburt und die Zeit danach bieten wir jungen Familien unsere Unterstützung und Begleitung an. Mit unserer Elternschule bieten wir Ihnen praktische Tipps, Wohlfühlangebote und den Erfahrungsaustausch mit anderen jungen Eltern an. Ein breites Angebot an Kursen, Gruppen und Vorträgen soll Ihnen dabei helfen, die ersten Monate nach der Geburt intensiv zu genießen und Ihr Kind spielerisch zu fördern. Wir arbeiten eng mit dem Familienkreis zusammen. Regelmäßige Besuche auf unserer Wochenstation werden vom Familienkreis durchgeführt und bietet Ihnen Unterstützung über das normale Kursangebot hinaus.

 www.familienkreis-bonn.de


Beate Klapproth
Sekretariat Gynäkologie und Geburtshilfe
Tel. (0228) 6481-261
Ihre Nachricht an
Beate Klapproth