Navigation
Malteser Krankenhaus Seliger Gerhard Bonn/Rhein-Sieg
Servicelinks öffnenschließen
Notfall-Nummern

Notfall-Nummern

Ärztenotruf01805 044100
Giftnotruf0228 19240
Ärztlicher Bereitschaftsdienst116 117
Telefonseelsorge0800 1 11 01 11
0800 1 11 02 22
Malteser Krankenhaus Seliger Gerhard
Telefonzentrale 0228 6481-0
Notfallambulanz0228 6481-568
Krankheitsbilder-Suche

Krankheitsbilder-Sucher

Operationen bei Krebserkrankungen

Die operative Therapie von Lungenkrebs und anderen Tumoren im Brustraum gehört zu den Schwerpunkten unserer Klinik. Dabei wenden wir moderne Methoden an, die  den Eingriff für Sie so schonend wie möglich machen. Die große Expertise und Erfahrung unseres Teams sowie die moderne Ausstattung unserer Klinik ermöglichen uns auch komplexe Eingriffe, beispielsweise bei fortgeschrittenen Tumoren, sicher zu operieren.

Eine operative Therapie ist bei einer Tumorerkrankung der Lunge oder des Brustraums vor allem in den frühen Stadien die Therapieoption  mit der besten Prognose für den weiteren Verlauf. Durch hohe Operationspräzision und moderne Verfahren operieren wir dabei so, dass bei vollständiger Tumorentfernung möglichst wenig gesundes Gewebe entfernt und somit die Funktion der Lunge bestmöglich erhalten bleibt.Die Lunge besteht aus zwei Lungenflügeln, die wiederrum aus drei (rechts) bzw. zwei (links) Lungenlappen bestehen. Diese sind noch einmal in zwei bis fünf Funktionseinheiten (Segmente) unterteilt. Mit modernen Methoden ist es in manchen Fällen zur sicheren und radikalen Tumorentfernung nicht mehr zwingend erforderlich, den gesamten betroffenen Lungenlappen zu entfernen. Ein wichtiges Therapieprinzip ist dabei stets alle entsprechenden Lymphknotenstationen mitzuentfernen.

Während früher für diese Eingriffe die  Öffnung des Brustkorbes immer unumgänglich war, stehen heute moderne so genannte minimal-invasive Methoden zur Verfügung, die für unsere Patienten bei gleicher Sicherheit und Radikalität deutlich schonender sind. Bei minimal-invasiven Operationen wird über kleine Zugänge von wenigen Zentimetern die gesamte Operation durchgeführt. Durch  das geringere Trauma der Operation ist die Erholungsszeit nach dem Eingriff kürzer. Von diesen Vorteilen profitieren besonders vorerkrankte, ältere und geschwächte Patienten. Die Entfernung von Lungenanteilen über einen einzigen wenige Zentimeter großen Zugang (uniportal-VATS) ist ein Beispiel für die hochmodernen minimal-invasiven Möglichkeiten, die wir anwenden.

Diese minimal-invasiven Operationstechniken kommen aber nicht in allen Situationen in Frage. Selbstverständlich wenden wir auch bei offenen Operationen alle modernen Verfahren an, die bei vollständiger anatomischer Tumorentfernung möglichst viel gesundes Lungengewebe erhalten.

Komplexe Operationen bei Lungenkrebs

Auch Menschen mit fortgeschrittenen Tumorerkrankungen oder mit Erkrankungen, die Herz oder Lunge  schwächen, können wir mit modernen Verfahren sicherer operieren: Beispielsweise verfügt unser Team über große Erfahrung in der Anwendung der sogenannten extrakorporalen Membranoxygenierung (ECMO). Dabei wird  der Gasaustausch der Lunge außerhalb des Körpers unterstützt, indem das Blut durch die angeschlossene Maschine mit Sauerstoff angereichert wird. Diese Methode erhöht auch die Sicherheit bei Operationen bei Patienten mit Lungenvorerkrankungen (zum Beispiel COPD) und erleichtert die Erholungsphase nach dem Eingriff.

Bei fortgeschrittenen oder komplexen Tumoren operieren wir so, dass möglichst viel Lungengewebe erhalten werden kann. Die Manschettenresektionen können die früher oftmals notwendige komplette einseitige Entfernung des Lungenflügels verhindern.
In frühen Stadien ist eine anatomische Segmentresektion eine Möglichkeit Lungengewebe zu erhalten und trotzdem den Tumor sicher im Gesunden zu entfernen.

Chemotherapie während der Operation - HITOCH

Beim malignen Pleuramesotheliom, einer meist durch Asbest verursachten Tumorerkrankung des Lungenfells, kann zusätzlich zum operativen Eingriff die sogenannte HITOCH (hypertherme intrathorakale Chemotherapie) eine gute Therapieergänzung sein.
Bei diesem modernen Verfahren, das nur spezialisierte Kliniken anbieten, wird im Anschluss an die radikale chirurgische Entfernung des Tumors direkt im Operationssaal eine lokale Chemotherapie-Spülung im Brustkorb  durchgeführt. Der Vorteil: Die mit bloßen Augen nicht sichtbaren kleinsten Tumorreste, die im Verlauf zu einem Wiederauftreten des  Tumors führen, können so bekämpft werden. Dies kann zu einer Verbesserung der Lebensqualität und zu längerfristiger Tumorkontrolle führen.

Kontakt


Catharina-Manuela Vaerst
Sekretariat Thoraxchirurgie
Tel. (0228) 6481-297
Ihre Nachricht an
Catharina-Manuela Vaerst