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Malteser Krankenhaus Seliger Gerhard Bonn/Rhein-Sieg
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Geschichte des Krankenhauses

Die Grundsteinlegung für das heutige Malteser Krankenhaus Seliger Gerhard Bonn/Rhein-Sieg

Heute sind wir ein leistungsstarkes Krankenhaus mit 429 Betten, bieten eine breit aufgestellte medizinische Grund- und Spezialversorgung und sind akademisches Lehrkrankenhaus der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. In unserer Arbeit blicken wir auf eine lange Tradition zurück. Die "Geburtsstunde" des Krankenhauses ist im Jahr 1920.

Vorgeschichte

Mit Beginn des Ersten Weltkrieges gründeten Frauen aus Bonn und Umgebung das Bonner Mutterhaus der Schwesternschaft vom Roten Kreuz. Sie bezogen zunächst ein von der Studentenverbindung Bavaria zur Verfügung gestelltes Haus in der Koblenzer Straße, das vorwiegend als Lazarett diente. Im Oktober 1918 konnten sie dann eine alte Villa an der Endenicher Allee/Ecke Malteserstraße beziehen.

1920 ging das Haus in das Eigentum des Malteserordens über, der dort ein Krankenhaus mit etwa 60 Betten einrichtete. Es stand allen selbstständigen Bonner Ärzten für die Behandlung ihrer Kranken zur Verfügung. Sehr bald schon geriet das Haus in finanzielle Schwierigkeiten, da es zu klein und zu alt war, um mit den anderen Bonner Krankenhäusern konkurrieren zu können. Mehrere Versuche des Malteserordens, das Haus zu verkaufen, scheiterten. Erst in den 30er Jahren konnte durch finanzielle Zuschüsse und Vereinbarungen mit Bonner Ärzten eine Stabilisierung der Lage erreicht werden. Dadurch konnten auch umfangreiche Modernisierungsarbeiten und Umbauten vorgenommen werden. Im Dezember 1944 wurde das Malteser Krankenhaus durch Bomben fast vollständig zerstört.

Neuaufbau

Bereits im Dezember 1945 beschloss der Malteserorden, ein wesentlich größeres Krankenhaus mit 150 bis 200 Betten an gleicher Stelle zu errichten. Mit den Planungen wurde der Architekt Kleefisch beauftragt. Es stellte sich jedoch bald heraus, dass der alte Bauplatz für ein großes Haus zu klein war und die Finanzierung angesichts anderer Krankenhausprojekte des Malteserordens in Hövel und Flensburg zusehends schwieriger wurde. Somit kam der Neubau nicht zustande.

20 Jahre nach Schließung des ersten Malteser Krankenhauses machten 1964 der Landkreis Bonn und die Gemeinde Duisdorf dem Malteserorden das Angebot, ein neu zu errichtendes Krankenhaus zu übernehmen. 70 Prozent der Baukosten sollte das Land NRW, je zehn Prozent der Landkreis, die Gemeinde Duisdorf und der Malteserorden übernehmen. Aus dem Architektenwettbewerb ging der Düsseldorfer Architekt Monerjan als Sieger hervor. Die Grundlagen für das Raum- und Funktionsprogramm wurden vom Institut für Krankenhausbau der TH Berlin erarbeitet.

Grundsteinlegung und Inbetriebnahme

Die Planungen kamen zügig voran und so konnte am 4. November 1970 auf dem Hardtberg in Bonn Duisdorf - Duisdorf war inzwischen durch die kommunale Neugliederung zum Stadtteil von Bonn geworden - der Grundstein für das 400-Betten-Haus gelegt werden. Aus funktionellen und städtebaulichen Gesichtspunkten wurde das Haus in einer versetzten H-Form errichtet. Rechts und links die beiden viergeschossigen Bettenhäuser und ein sechsgeschossiger Zwischenbau. Im Verbindungstrakt zwischen den Häusern liegen die Aufzüge, Treppenhäuser, Arzt- und Untersuchungsräume, Aufenthaltsräume für Patienten und Besucher sowie Mehrzweckräume. Im Erdgeschoss sind unter anderem neun Operationssäle, die Notfall-Aufnahme, Abteilungsambulanzen, Radiologie, Funktionsdiagnostik und das Labor untergebracht. Im Untergeschoss befinden sich die Physiotherapie, Apotheke, Zentralsterilisation, Küche und Wäscheversorgung. Neben dem Hauptbau liegen auf dem 5,7 Hektar großen Gelände eine Kapelle, vier Wohnkomplexe mit 182 Apartments, sechs kleine Reihenhäuser, eine Krankenpflegeschule mit 45 Ausbildungsplätzen und eine Kindertagesstätte mit 40 Plätzen. Nach fast sechsjähriger Planungs- und dreijähriger Bauzeit konnte das 400-Betten-Haus am 23. November 1973 in Betrieb genommen werden.

Erweiterungen und Spezialisierungen

In einem zweiten Bauabschnitt wurde das Haus nach einer zweijährigen Bauzeit 1976 um eine Abteilung Geratrie mit 52 Betten erweitert. Damit verfügte das Haus als eines der ersten Akutkrankenhäuser in der Bundesrepublik über eine geriatrische Abteilung. Die Gesamtbau- und Einrichtungskosten für 452 Betten betrugen rund 57 Millionen Mark. 1977 unterschrieb das Malteser Krankenhaus als erstes Krankenhaus in NRW einen Vertrag als Akademisches Lehrkrankenhaus zur Ausbildung von 36 Studierenden im Rahmen des Praktischen Jahres. Am 1. Januar 1985 konnte in einem neu errichteten und mit dem Krankenhaus verbundenem Gebäude eine Cafeteria mit rund 100 Plätzen ihren Betrieb aufnehmen.

Im Bereich der Chirurgie wurde 1986 eine eigene Abteilung für Hand-, Plastische- und Wiederherstellungschirurgie eingerichtet, die zwischenzeitlich als eigene Hauptfachabteilung verselbstständigt worden ist und Patienten aus dem gesamten Bundesgebiet behandelt. 1987 wurde die Geriatrie um eine Tagesklinik mit zwölf Plätzen erweitert und im Mai 1990 konnte eine Palliativstation mit acht Betten, die krebskranke Patientinnen und Patienten durch eine moderne Schmerztherapie und Symptomkontrolle bedürfnisgerecht betreut, eröffnet werden.

Neue Trägerschaft und Zukunftsperspektiven

Zum 1. Januar 1997 wurde die Trägerschaft des Krankenhauses auf die MTG Malteser Trägerschaft gGmbH (MTG) übertragen. Die Abteilung Innere Medizin erhielt im Frühjahr 1997 mit dem rund 490 qm großen Anbau für Endoskopie und Funktionsdiagnostik weitere optimale Voraussetzungen, um auch in Zukunft eine moderne und zugleich patientengerechte Versorgung sicherzustellen.


Anfang 1999 wurde ein weiterer zweigeschossiger Anbau mit insgesamt 1.300 qm Nutzfläche an der Süd-West-Seite des Krankenhauses fertig gestellt, in dem das Zentrum für Palliativmedizin mit der Palliativstation, dem dazugehörigen ambulanten Palliativdienst, der Weiterbildungsstätte für Palliativmedizin, der Ansprechstelle für Palliativmedizin im Land NRW zur Pflege Sterbender, Hospizarbeit und Angehörigenbegleitung (ALPHA) sowie die geriatrische Tagesklinik untergebracht sind.