Navigation
Malteser Krankenhaus Seliger Gerhard Bonn/Rhein-Sieg

Eine der modernsten Notaufnahmen der Region

Malteser Krankenhaus hat seine Notfallmedizin komplett neu aufgestellt - neue Räumlichkeiten, moderne Konzepte, zertifiziertes Personal

25.07.2018
Notfallmedizin-Chefarzt Dr. Tim Flasbeck, Sandra Wille (pflegerische Leitung der Notaufnahme), Geschäftsführer Martin Milde und Notaufnahme-Koordinatorin Nadine Schiffner (v.l.) präsentieren den "Fast Track-Bereich". Hier findet in der neuen Notaufnahme des Malteser Krankenhauses Seliger Gerhard Bonn/Rhein-Sieg die medizinischen Ersteinschätzung der Patienten statt.
Das Team der Notaufnahme und Geschäftsführer Martin Milde präsentieren stolz die Räumlichkeiten im offenen Konzept.
Notfallmedizin-Chefarzt Dr. Tim Flasbeck, Sandra Wille (pflegerische Leitung der Notaufnahme), Geschäftsführer Martin Milde und Notaufnahme-Koordinatorin Nadine Schiffner (v.l.) präsentieren den "Fast Track-Bereich". Hier findet in der neuen Notaufnahme des Malteser Krankenhauses Seliger Gerhard Bonn/Rhein-Sieg die medizinischen Ersteinschätzung der Patienten statt.
Notfallmedizin-Chefarzt Dr. Tim Flasbeck, Sandra Wille (pflegerische Leitung der Notaufnahme), Geschäftsführer Martin Milde und Notaufnahme-Koordinatorin Nadine Schiffner (v.l.) präsentieren den "Fast Track-Bereich". Hier findet in der neuen Notaufnahme des Malteser Krankenhauses Seliger Gerhard Bonn/Rhein-Sieg die medizinischen Ersteinschätzung der Patienten statt.
Das Team der Notaufnahme und Geschäftsführer Martin Milde präsentieren stolz die Räumlichkeiten im offenen Konzept.
Das Team der Notaufnahme und Geschäftsführer Martin Milde präsentieren stolz die Räumlichkeiten im offenen Konzept.

In knapp zwei Monaten Bauzeit ist im Malteser Krankenhaus Seliger Gerhard Bonn/Rhein-Sieg eine der modernsten Notaufnahmen der Region entstanden. Nicht nur neue Räumlichkeiten, sondern auch innovative Strukturen und ein modernes Notfallmanagement sorgen dafür, dass Menschen in medizinischen Notsituationen eine bestmögliche Versorgung erhalten.

International bewährt: offenes Raumkonzept
Für die Neugestaltung der Notaufnahme, in die das Krankenhaus insgesamt eine knappe Million Euro investiert hat, wurden die Räumlichkeiten vollständig verändert. "Wo vorher mehrere kleine Räume waren, ist nun ein großer offener Bereich. Dieses offene Raumkonzept hat sich in der Notfallmedizin international bewährt", erklärt Krankenhaus-Geschäftsführer Martin Milde. Mit flexiblen Raumteilern und einem speziellen Vorhangsystem wird die Privatsphäre der Notfallpatienten selbstverständlich trotzdem gewahrt.
"Der große Gewinn dieses Konzeptes ist, dass jeder Patient zu jeder Zeit medizinisch wahrgenommen wird, also Ärzte und Pflegekräfte ihn immer im Blick haben. Ein weiterer großer Vorteil des offenen Raumkonzeptes ist, dass die Patienten mitbekommen, was um sie herum geschieht", erklärt Dr. Tim Flasbeck, Chefarzt der Notfallmedizin im Malteser Krankenhaus den Hintergrund des offenen Raumkonzeptes. Flasbeck verantwortet nicht nur die Neukonzeption der Notaufnahmen aller deutscher Malteser Krankenhäuser, sondern bringt auch internationale Erfahrung, beispielsweise aus Beratertätigkeiten in Kirgistan und Uganda mit.

Basis modernen Notfallmanagements: Triage
In der neuen Notaufnahme mit 16 Monitor-Behandlungsplätzen sind aber nicht nur die Räumlichkeiten komplett neu. Auch die Strukturen sind vollständig erneuert: Bereits vor dem großen Umbau wurden alle Mitarbeiter der Notaufnahme unter anderem in der so genannten ESI Triage (Emergency Severity Index) geschult, die die Ersteinschätzung der Notfallpatienten strukturiert festlegt. Symptome, Vitalzeichen und weitere Faktoren werden bei der Aufnahme erfasst und entsprechend des Index in eine Triage-Stufe von 1 bis 5 umgewandelt. Diese legt fest, mit welcher Dringlichkeit und in welchem Zeitraumen ein Arzt sich um den Patienten kümmern muss.
Dass die Triagierung, also die Ersteinschätzung der Patienten, in der Notaufnahme, professionell und fundiert durchgeführt wird, hält Notfallmediziner Dr. Tim Flasbeck für ein selbstverständliches Instrument modernen Notfallmanagements. Deswegen hat er die Schulung aller Mitarbeiter persönlich durchgeführt und die Implementierung des Systems über Monate eng begleitet.

Dreh- und Angelpunkt der Notfallversorgung: der Notaufnahme-Koordinator
Durchgeführt wird die Triage von einer neu geschaffenen, zentralen Position: dem Koordinator der Notaufnahme. Alle Patienten werden direkt bei ihrer Ankunft von ihm ersteingeschätzt und anschließend einem Pflegebereich zugeteilt. Diese Zuteilung funktioniert komplett nonverbal über ein Anzeigesystem. Hierüber kann im weiteren Verlauf jederzeit nachvollzogen werden, welcher Patient mit welchem Symptom wo liegt und von wem versorgt wird. Die weitere Kommunikation zwischen Ärzten und Pflegekräften findet über dieses Instrument statt. "Damit gewährleisten wird, dass Arbeitsschritte in Ruhe zu Ende durchgeführt werden können. Rücksprachen, zugerufene Anweisungen, telefonische Nachfragen - all diese Zeitfresser sind mit der nonverbalen Kommunikation über dieses Instrument Vergangenheit", erklärt Dr. Tim Flasbeck.

Bis zu 8 Kilometer weniger Strecke - pro Pflegekraft
Die neu geschaffene Funktion des Koordinators hat einen weiteren Vorteil: Pflegekräfte müssen ihre Pflegebereiche nicht mehr verlassen. Sie haben einen festen Zuständigkeitsbereich, in dem sie mit mobilen Pflegewagen arbeiten. "In Notaufnahmen laufen Pflegekräfte durchschnittlich 8 bis 12 Kilometer pro Schicht. Das sind umgerechnet 3 bis 4 Stunden, die die Pflegekraft sich nicht um Patienten kümmern kann. Diese Zeit machen wir durch unser Konzept wieder verfügbar, so dass sie wieder in die pflegerische Betreuung fließt", so Flasbeck.

Vorteile für Menschen in medizinischen Notfällen
Aber nicht nur die Mitarbeiter der Notaufnahme profitieren von den räumlichen und strukturellen Veränderungen im Malteser Krankenhaus Seliger Gerhard Bonn/Rhein-Sieg. "Für die Patienten, die im Notfall zu uns kommen, ist der Ablauf transparenter, sie werden in einer freundlichen Atmosphäre empfangen, von speziell ausgebildetem Personal betreut und haben signifikant kürzere Wartezeiten", erläutert Geschäftsführer Martin Milde die Vorteile für Patienten. "Und nicht zuletzt profitieren unsere Patienten auch von den verbesserten Organisationsstrukturen in der Notaufnahme: Dass unsere Mitarbeiter deutlich weniger hin- und herlaufen und sich stattdessen auf ihre Kernaufgaben konzentrieren können, nimmt viel Stress und Hektik, die Atmosphäre wird automatisch patientenorientierter. Die ersten Tage in der neuen Notaufnahme zeigen, dass auch unter voller Auslastung keine Hektik entsteht."

Damit die neue Notaufnahme des Krankenhauses auch ärztlich bestens besetzt ist, ist zum 1. Juli ein zusätzliches Teammitglied eingestellt worden: Dr. Jan Berg hat die neu geschaffene Position des Oberarztes in der Notfallmedizin übernommen und wird gemeinsam mit Dr. Tim Flasbeck den Alltag in der Notaufnahme ärztlich managen. "Dass Herr Dr. Berg nicht nur Notfallmediziner, sondern auch Kardiologie ist, bedeutet, dass wir die Versorgung von Menschen mit Herzproblemen im Notfall weiter ausbauen. Auch davon profitieren die Menschen in unserem Umfeld", so Milde weiter.