Navigation
Malteser Krankenhaus Seliger Gerhard Bonn/Rhein-Sieg

Darmchirurgie

Die moderne kolorektale Chirurgie umfasst die Behandlung eines breiten Spektrums unterschiedlicher Erkrankungen. Einen großen Anteil macht dabei die Therapie von Krebserkrankungen aus, die je nach Lokalisation und Ausbreitung mit ganz  unterschiedlichen Operationen behandelt werden.
Im Fokus dabei steht für uns stets der Erhalt oder die Wiederherstellung der Lebensqualität. Dies gilt auch für Patientinnen und Patienten mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (Morbus
Crohn und Colitis ulcerosa). Die minimalinvasive Chirurgie („Schlüssellochchirurgie“) ist hier von ganz besonderer Bedeutung.

An der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie am Malteser Krankenhaus Seliger Gerhard Bonn/ Rhein-Sieg bieten wir nicht nur eine umfassende, spezialisierte kolorektale Chirurgie, sondern arbeiten auch Hand in Hand in einem interdisziplinären und multiprofessionellen Team: Ärzte anderer Fachrichtungen (u.a. Onkologie, Anästhesie, Gastroenterologie, Geriatrie), Physiotherapeuten, Psychoonkologen, Stomatherapeuten und Sozialarbeitern setzen gemeinsam mit uns Ihr individuell abgestimmtes Therapiekonzept um.
Mit den besten Wünschen für Ihre Gesundheit

Kolorektale Tumorchirurgie

Insbesondere beim Mastdarmkrebs (Rektumkarzinom) liegt unser Fokus nicht nur auf dem möglichen Erhalt des Schließmuskels, sondern auch auf dessen Funktionsfähigkeit nach der Operation sowie auf dem
Erhalt der Blasen- und Sexualfunktion. Durch sogenannte „nervenorientierte“, Operationsverfahren, laparoskopische und transanale (taTME) Operationen streben wir ein bestmögliches funktionelles Ergebnis an.
In frühen Stadien einer Tumorerkrankung (sogenannte „low risk“-Tumoren) können wir Betroffenen mit einer mikrochirurgischen Entfernung des Tumors und dem angrenzenden Teil der Darmwand helfen. Diese Eingriffe führen wir in transanaler-mikrochirurgischer Technik (TEM) durch.

Weitere Informationen unter  www.darmzentrum-bonn.de 

Chronisch entzündliche Darmerkrankungen

Morbus Crohn und Colitis ulcerosa sind chronischentzündliche Darmerkrankungen, die in den meisten Fällen medikamentös therapiert werden. Dennoch hat die Chirurgie ihren festen Platz in der interdisziplinären Therapie: Entwickelt sich eine Unempfindlichkeit gegen die medikamentöse Therapie oder sind chronische, narbige Verengungen entstanden, ist die Operation die Therapie der Wahl.
Den Eingriff passen wir an Ihre individuelle Situation an und planen den für Sie optimalen Operationszeitpunkt, das passende Operationsverfahren und die perioperativen Medikation in enger Abstimmung mit
Ihrem Gastroenterologen. Diese enge Abstimmung ist der Schlüssel zum langfristigen Erhalt bzw. der Wiederherstellung Ihrer Lebensqualität.
Sowohl für die Entfernung von Teilen des Dünn- oder Dickdarms (Resektionen) als auch für für Kolektomien (Entfernung des gesamten Dickdarms) mit ileoanaler Pouchanlage setzen wir die Laparoskopie als bevorzugtes Operationsverfahren ein. Dies bedeutet, dass – im Gegensatz zu einer „offenen“ Operation–- keine großen Narben entstehen und Ihre Genesungszeit nach der Operation kürzer ist.
Häufig sind sogar sogenannte „Single incision“- Operationen möglich, die über einen einzigen kleinen Zugang durchgeführt werden.
Die Therapie erfolgt immer in enger Abstimmung mit Ihrem betreuenden Haus- bzw. Facharzt.

Beckenboden- und Kontinenzchirurgie

Störungen der Stuhlkontinenz und der Stuhlentleerung werden von Betroffenen häufig als „Tabuthema“ verstanden; entsprechend gibt es eine hohe Dunkelziffer von Menschen, die darunter leider.
Die Ursachen solcher Störungen können ganz unterschiedlich sein. Daher untersuchen wir Sie gründlich, um nach einer sicheren Diagnose die für Sie richtige Therapie auszuwählen. Diese kann medikamentös oder operativ sein.
Je nach Operation können wir häufig ein minimalinvasives Verfahren, also einen Eingriff über kleine Zugänge, anbieten. Beispiele für mögliche Operationsverfahren sind die Sakralnervenstimulation, Rektopexie, STARR oder auch einer Sphinkterrekonstruktion. All diese Methoden haben das Ziel, die Lebensqualität des Betroffenen deutlich zu verbessern.

Chirurgische Proktologie

Analfisteln, Abszesse und Hämorrhoiden schränken die Lebensqualität deutlich ein. Treten Abzesse oder Fisteln wiederholt auf, können sie zusätzlich die Kontinenzfunktion einschränken.
Zur chirurgischen Therapie chronischer Analfisteln bieten wir Abzessentlastung und Fadendrainagen zur aktuten Therapie sowie verschiedene Techniken zur Fistelsanierung an (sog. FLAP-Techniken, LIFTOperation oder auch Clips und Plug-Verfahren).

Die Behandlung von Hämorrhoiden führen wir stadiengerecht durch. Dabei wenden wir - je nach Einzelfall - folgende Techniken an:

  • Gummibandligatur
  • Staplerhämorrhoidektomie (n. Longo)
  • offene oder geschlossenen Hämorrhoidektomie (Milligan-Morgan, Ferguson) oder plastisch-rekonstruktiv z.B. nach Parks oder Fansler-Arnold

Darmpolypen

Darmpolypen sind zunächst gutartige Gewächse aus der Darmwand, die im Laufe der Zeit in eine Krebsgeschwulst übergehen können. Die Polypen werden in der Regel endoskopisch, also per Darmspiegelung, entfernt. Nur wenn das aufgrund der Lage und Größe des Polypen unmöglich ist, muss operiert werden. Dabei kann in geeigneten Fällen eine Operation endoskopisch (Bauchspiegeloperation) erfolgen. Auf jeden Fall müssen auch die Polypen komplett entfernt werden, dazu wird meistens eine Ausschneidung der Darmwand im polypenbefallenen Anteil vorgenommen. Der Darmwanddefekt kann gewöhnlich direkt vernäht werden. In diesen Fällen ist eine Darmabschnittentfernung meistens umgänglich.

Chefarzt


PD Dr. Peter Gaßmann
Chefarzt Allgemein- und Viszeralchirurgie
Tel. (0228) 6481-241
Ihre Nachricht an
Peter Gaßmann

Kontakt


Anita Zoller
Sekretariat Chirurgie
Tel. (0228) 6481-241
Ihre Nachricht an
Anita Zoller

Link

Weitere Informationen unter
www.darmzentrum-bonn.de

Darmzentrum

Wir sind Kooperationspartner des


Zertifizierte Qualität

Unser Darmkrebszentrum ist zertifiziert